meine Fallstudie

Im Zuge meiner Ausbildung zum EOFBI© führte ich eine Fallstudie durch, die ich als Teil der Abschlussprüfung präsentieren durfte. 

Start: Jänner 2025
Ende: Mai 2026

Über das Pferd

Darf ich vorstellen, Ristano.
Rasse: ÖWB
*2012
Wallach                           



Der Ersttermin: erheben des Ist-Zustands

Im Ersttermin habe ich zusammen mit der Mitreiterin alle Kontraindikationen zu meiner Arbeit ausgeschlossen und mit Hilfe meines Fragebogens den Ist-Zustand dokumentiert. Das hat den Vorteil, dass ich zwischen den Terminen  Veränderungen deutlich erkennen, daraus Rückschlüsse ziehen und mein Konzept gegebenenfalls adaptieren kann. 
 
Außerdem war das eine gute Gelegenheit, um uns besser kennenzulernen.
 

Dann ging's ans Fühlen: 
 - Sind Bereiche oder einzelne Muskeln unter Spannung?
 - Fühlt sich das Gewebe uneben an?
 - Gibt es Zonen, die sich besonders warm oder kalt anfühlen?
- Zeigt Ristano Abwehrreaktionen?
 Auch hier galt wieder: dokumentieren, dokumentieren, dokumentieren, ...
  

Als nächstes wurden Beweglichkeitsübungen der Gliedmaßen und Testungen der Faszienbahnen durchgeführt und dabei das mögliche Bewegungsausmaß, sowie Ristano's Verhalten dabei festgehalten.


Zu guter Letzt durfte Ristano noch ein wenig in der Bewegung arbeiten. Hierbei wählte ich Übungen aus, die sowohl die Tiefenmuskulatur stärken, als auch die Geschmeidigkeit der Muskeln positiv beeinflussen - immer unter der Voraussetzung, dass ihn die Übungen nicht überfordern.

die weiteren Termine


Die Folgetermine fanden in Abständen von 6-8 Wochen statt. Anfangs haben wir den Fokus auf Stabi-Training gelegt. Nach ein paar Monaten konnten dann auch schon tiefliegende Faszienbahnen gelöst werden.
Ristano konnte sich anfangs nur schwer auf die Behandlungen einlassen. Er war sehr nach außen fokussiert und sein Nervensystem hing tendenziell mehr im Sympathikus fest. An manchen Tagen machten wir Fortschritte, an anderen Tagen mussten wir einen Gang runterschalten und den Trainingsplan anpassen.

Vorher/Nachher 

hier folgen nun Vergleichsbilder und ein paar Auszüge aus seiner Exterieurbeschreibung

Jänner 2025

mattes Fell;
nach innen gekehrter Blick;
starke Spannungen im Bereich von C0/C1 und Kiefergelenk;
daher möglicherweise Kopfschmerzen;
Vorbiegigkeit der Gliedmaßen;
nach cranial-ventral stehendes Sternum;
abgesackter CTÜ und Axthieb;
m. triceps brachii kompensatorisch ausgeprägt;
aufgebläht und durchhängend wirkender Bauch;
eingezogenes Becken, möglicherweise geöffneter LSÜ;
angezogenes Knie;
gestreckte Sprunggelenke;

Mai 2026

glänzenderes Fell;
allgemein besser bemuskelt;
aufmerksamerer und weicherer Gesichtsausdruck;
bessere Position des Sternums;
trägt sich deutlich besser im Bereich des CTÜs;
possitivere Grundspannung der Bauchmuskulatur;
Becken weniger eingezogen;
Knie weniger hochgezogen;